Prüfung auf kompromittierte oder schwache Passwörter in WordPress
Eine der bekanntesten und ältesten Angriffsarten sind die sogenannten Brute-Force-Angriffe. Vereinfacht gesagt werden dabei Kombinationen aus Benutzernamen und Passwörtern ausprobiert, bis die richtige gefunden ist, die den Zugang zum privaten Bereich ermöglicht.
Auch wenn das schwer erfolgreich umzusetzen scheint, gibt es mehrere Faktoren, die diesen Angriff bis heute wirksam machen. Zum einen verwenden Nutzer weiterhin unsichere Kombinationen, sei es mit weit verbreiteten Passwörtern (das berühmte 123456) oder mit schwachen (Wörter oder Zahlenfolgen, die mit einer nicht allzu großen Zahl von Versuchen erraten werden können).
Hinzu kommt, dass im Netz Datenbanken aus Sicherheitsvorfällen bei großen Diensten kursieren (etwa bei Facebook, wo durch einen Hack 500 Millionen Benutzer und Passwörter offengelegt wurden). Daraus lassen sich E-Mail-Adressen und Passwörter gewinnen, die womöglich auch bei anderen Diensten in Gebrauch sind, was die Wirksamkeit von Brute-Force-Angriffen erhöht.
Dank der implementierten Sicherheitsmechanismen erkennen wir sehr zuverlässig, wenn ein Brute-Force-Angriff stattfindet, und blockieren weitere Versuche von den IP-Adressen des Angreifers.
Am besten ist es jedoch, wenn der Nutzer selbst weiß, dass er ein angreifbares Passwort verwendet, und es ändern kann, bevor ein Angreifer Erfolg hat. Deshalb haben wir für mehr Sicherheit einen neuen Mechanismus eingeführt, der bei der Anmeldung des berechtigten Nutzers erkennt, ob dieser ein schwaches oder kompromittiertes Passwort verwendet (eines, das in einer Datenbank mit geleakten Zugangsdaten auftaucht). Ist das der Fall, wird er auf die Seite zur Passwortwiederherstellung von WordPress weitergeleitet, die ihn auffordert, das Passwort durch ein neues, sicheres zu ersetzen.
Vorerst ist diese Funktion für WordPress umgesetzt, künftig wird sie aber auch auf die übrigen häufig genutzten Anwendungen ausgeweitet.